
Grubnow
Ortsteil der Gemeinde Neuenkirchen auf Rügen
Grubnow
(Chronik)
Im Hebungsrcgister 1314 ist (Grubbenow mit 3 unci (.Hufen) angesetzt. Nach der Roeskilder Matrikel 1318 zahlt (Grubbenow 10 modi (Scheffel) Bischofsroggen. Grubbenow gehörte zu den alten Stammlehn der Paselich auf Liddow und bildete eine Pertinenz zu letzterem Gut. Als solches wird es urkundlich nur selten erwähnt: so doch aber 1630, l707 etc. Jedenfalls fiel es als „altes Lehn" nicht unter die Reduktion König Karls XI. Es war schon im 17. Jahrhundert in Gr. und Kl. Grubnow geteilt und teilte die Schicksale von Liddow (s. da) unter den Paselich, Ahnen und Normann bis 1864.
Beide Grubnow zusammen waren 572 Morgen groß. 1855 besaß Gr. Grubnow
l
Wohnhaus und 10 Bewohner, der Pächter hieß Schutt. Das Dorf Kl.
Grubnow hatte 5
Häuser mit 52 Bewohnern. Wanckenroder (s. Liddow) schreibt ca. 1705 „Gr.und
Kl. Grubnowsind geringe Orte nach Liddow dienend. 1864/65 nach dem Tode des
Rittermeiters a.D. Carl v. Norman wurde Grubnow der letzte Normannische Besitz
auf der Neuenkirchener Halbinsel, zugleich, mit Liddow nach gerichtlicher
.Administration verkauft, und zwar an die Familie Stahnke zu Lebbin und Laase.
Es wurde Pertinenz von [Lebbin und mit diesem ca. l 897 an die Familie Kroos
verkauft.
Auf Grubnower Flur lag der Berg Hochhilgoor, ein heiliger Kultberg in heidnischer
Zeit und neben dem hohen Breetzer Lehmufer der markanteste und schönste
Punkt der Halbinsel. Auf dem anschließenden Höhenkamm liegen ferner
einige besondere in die Augen lallende Hügelgräber der Bronzezeit,
vielleicht einst mit dem „heiligen Berg" im Zusammenhang stehend.
HANS-HENNING HOFMANN
Verfasser
und Autor
der der Chronik Neuenkirchen
Band 1/2