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R
O
N
I
K
Verfasser
und Autor
der
Bände 1/2
Hans-Henning Hofmann
Eine
Wüstung ist ein ehemaliger Wohn- oder Produktionsstandort der in späterer
Zeit durch kriegerische oder ökonomische Zwänge oder Katastrophen
zerstört, abgerissen und aufgegeben wurde. In der Geschichte der Gemeinde
Neuenkirchen entstanden etliche Wüstungen. Diese Tendenz hält
bis zur Gegenwart an.
Da die Insel Rügen in der Vergangenheit ein relativ dicht besiedeltes
Gebiet war, sind folglich auch Wüstungen häufig anzutreffen. Die
Insellage begünstigte die dezentralisierte Gründung beziehungsweise
die Aufrechterhaltung vieler Orte. Karl Lenz hat in seiner Dissertation
„Wüstungen der Insel Rügen" die einzelnen Standorte
der Wüstungen wie folgt beschrieben:
Register
der totalen Ortswüstungen der Gemeinde Neuenkirchen
Von Mitte des 16. Jahrhunderts bis zur Gegenwart
I = die wichtigsten Erwähnungen der Ortschaft
II = Zeit des Wüstwerdens der Ortschaft
III = Ursache des Wüstwerdens
IV = Mit der Wüstung in Verbindung stehende Flurnamen
V = Bemerkungen
1. Cummerow
Kirchspiel Rappin ca. 800 m südöstlich von Tribbevitz.
I = 1695 erstmalig genannt. Während Cummerow auf der Matrikelkarte
als „öde" bezeichnet ist, wird in der Revision von 1704
mitgeteilt, dass dort zwei Kossäten gewohnt haben, die jetzt zum Gute
Helle gelegt sind (Matr. KB X/73 Revisionsband 38, l'ol. 132). Ende des
18. Jahrhunderts befand sich in Cummerow eine Holländerei, die Anfang
des 19. Jahrhunderts einging, danach werden zwei Katen genannt, die 1860
abgebrochen wurden (Pfarramt Rappin, Kirchenchronik).
II =1860
III = Legung durch Rittergut Helle
IV =,,Cummerow" Bezeichnung für den Acker zwischen der ehemaligen
Siedlungsstelle und Tribbevitz. (M. Hänsel Manuskript)
2. Kussevit
Kirchspiel Rappin, ca. 2 km nördlich vonTetzitz...
Auszüge
der Chronik Neuenkirchen
Band 1/2


Wüstungen der Gemeinde Neuenkirchen