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Verfasser
und Autor
der
Bände 1/2
Hans-Henning Hofmann
Der Teufel holt einen Knecht der seine Gestalt angenommen hat.
An einem
Weihnachtsabende verkleideten sich sechs Knechte in Libnitz, um im Dorfe
herumzuziehen und die kleinen Kinder ängstlich zu machen. Einer der
Knechte nahm eine trockene Kuhhaut, an welcher noch die Homer saßen,
um den Leib und steckte eine Zunderbüchse mit brennendem Zunder in
den Mund; nach dieser Verkleidung sollte man ihn für den Teufel halten.
- Als sie nun durch die Koppel beim Gutshofe gingen, bemerkten sie plötzlich,
daß ihrer sieben waren; es befand sich einer unter ihnen, den niemand
kannte. Kaum waren sie sich dessen bewusst geworden, so wurden sie von großer
Angst befallen und stoben nach allen Richtungen auseinander. Der Knecht
in der Kuhhaut, welcher nach dem Hofe zu lief, merkte, daß der Fremde
ihm dicht auf den Fersen war, er lief daher, so schnell ihn seine Füße
tragen wollten; als er aber den Gutshof eben erreicht hatte, sank er tot
nieder. Das war die Strafe dafür, daß er die Gestalt des Bösen
angenommen hatte...
I
Auszüge
der Chronik Neuenkirchen
Band 1/2


Rügensche Sagen und Märchen
Gesammelt
und Herausgegeben
von
Prof. Dr. U. Haas