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Verfasser
und Autor
der
Bände 1/2
Hans-Henning Hofmann
Am
16. Januar 2006 hatte ich mit Herrn Alfred Gottwald, geboren am 7.11.1940,
ein Gespräch über die Sportgeschichte der Gemeinde Neuenkirchen.
Wir wollten für die Chronik der Gemeinde Neuenkirchen die Geschichte
des Sports nicht unerwähnt lassen. Da es kein Protokollbuch des Sportvereins
Neuenkirchen gibt, haben wir uns entschlossen, dass der Sportsfreund-Alfred
Gottwald die Sportgeschichte aus dem Gedächtnis erzählt.
Alfred Gottwald erzählte:
„Nach dem 2. Weltkrieg hatte sich die Einwohnerzahl der Gemeinde Neuenkirchen
durch die Aufnahme von Flüchtlingen fast verdoppelt. Alle kämpften
um die tägliche Nahrung, es gab noch Lebensmittelkarten, alle Neubauern
waren Selbstversorger. Nachdem sich die Lage etwas stabilisiert hatte, konnte
man sich auch um gemeinschaftliche Aktivitäten kümmern. Es dauerte
aber trotzdem fast 4 Jahre nach dem Krieg, dass einige Bürger sich
für den Sport interessierten. Frau Radeisen aus Vieregge gründete
1949 mit einigen sportinteressierten Bürgern wie:
Erich Finger
Kurt Bohlmann
Gustav Breuer
Otto Liesner
Siegfried Wegener
Heinz Albrecht
Arno Jabs
Leo Eiers
Otto Pageis
Paul Hinz
einen Sportverein für den Fußball. Heinz Albrecht hat nicht nur
in der l. Fußballmannschaft mitgespielt, er war auch der l. Schiedsrichter
von Neuenkirchen auf dem Fußballplatz.
Der 2. Mann, der diese Entwicklung tatkräftig unterstützte war
der Sportfreund Erich Finger von der Halbinsel Liddow. Der Aufbau einer
Fußballmannschaft aus dem Nichts war schon eine sehr große Aufgabe,
die von jedem Einzelnen viel abverlangte. Selbst die Anschaffung von einem
Fußball war ein Problem. In dieser Zeit blühte überall der
Schwarzhandel, für Lebensmittel bekam man alles. So sammelte man Eier
und hatte bald einen Fußball. Schuhe zum spielen, da hatte jeder seine
eigenen Schuhe, aber keine Fußballschuhe. Später wurden Schuhe
mit Holzsohlen verboten, wegen der Verletzungsgefahr, aber auch ein kleiner
Nagel konnte den mühsam erworbenen Fußball die Luft ausgehen
lassen. Mit den Trikots war es gleichermaßen, alle spielten mit ihren
eigenen Hemden. Spielten dann 2 Mannschaften gegeneinander, dann spielte
die eine Mannschaft in Turnhemden und die andere mit Oberhemden. Selbst
der Transport zum nächsten Ort war ein Problem, nicht mal genügend
Fahrräder waren vorhanden...
Auszüge
der Chronik Neuenkirchen
Band 1/2

